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News


 

Dopingreglement 2009

Die Änderungen im Dopingreglement für 2009 urden auf den Internetseiten der WADA und der NADA veröffentlicht. Weitere Informationen finden sie auf den Seiten der Sportmedizin Hellersen.

(mw, 04.12.08)

 

Fortbildungsveranstaltung (nicht nur) für Ärzte: "Anti-Doping 2008: Kontroll- und Präventionsmaßnahmen"

Am 13.12.2008 findet in Bochum eine Fortbildungsveranstaltung der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit der Sportklinik Hellersen und dem Sportärztebund Westfalen e. V. statt.
Unter der Leitung von Dr. med. E. Jakob, Chefarzt der Abteilung Sportmedizin der Sportklinik Hellersen, werden die Themenkomplexe Dopingkontrolle und Dopingprävention von namhaften Referenten präsentiert.

(mw, 14.08.08)

 

Dopingmittel: China entzieht Apothekenlizenzen

Chinas Behörden haben neun Apotheken wegen des Verkaufs von Dopingmitteln die Lizenzen entzogen. Nach Angaben der chinesischen Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht waren die Händler bei einer Untersuchung in der Stadt Anshan der Provinz Liaoning aufgeflogen.
In dem Ort seien 907 Unternehmen und Händler kontrolliert worden. In den Apotheken seien Dopingmittel wie Methyltestosteron und andere Testosteron-Präparate sowie Tibulon verkauft worden. Diese Mittel stehen auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Die Volksrepublik gilt als Quelle der meisten über das Web verkauften Dopingmittel. Nach WADA-Angaben hat China im Kampf gegen Doping aber Fortschritte gemacht.

(Ärzte Zeitung, 06.06.08)

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NADA richtet Medikamentendatenbank ein

Die online-Medikamenten-Datenbank der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) - NADAmed - ist seit Anfang Mai auf der NADA-Homepage eingerichtet. NADAmed bietet einen weiteren Service für Athleten, Eltern, Betreuer und Ärzte, ermöglicht eine leicht zugängliche und schnelle Auskunft über die Dopingrelevanz von Medikamenten und wird bereits regelmäßig genutzt.
Die Datenbank enthält eine Auswahl häufig verschriebener oder bei der NADA angefragter Medikamente. Es handelt sich dabei durchweg um in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassene oder registrierte Präparate. Die Datenbank umfasst zurzeit knapp 2500 Medikamente und Wirkstoffe und wird ständig erweitert. Die Auswahl ist subjektiv und soll hauptsächlich jene Präparate erfassen, die bei Sportlern häufiger zur Anwendung kommen.
Bei nationalen und internationalen Wettkämpfen gelten die Regeln des jeweiligen Weltverbandes. Im Zweifelsfall sollte mit dem Verbandsarzt Rücksprache genommen werden. Bei einer Dopingkontrolle sollten alle Medikamente, die ein Sportler einnimmt, angegeben werden. Wir weisen außerdem darauf hin, dass verschreibungspflichtige Medikamente nur nach Anweisung der  Ärztin bzw. des Arztes einzunehmen sind.
Die Nennung eines Präparates bedeutet weder Werbung noch Empfehlung hinsichtlich seiner Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

(27.05.08)

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Dopingmittel-Besitz unter Strafe

Frankreich geht im Kampf einen Schritt weiter: Künftig soll schon der Besitz von Dopingmitteln strafbar sein.
Ziel des Gesetzentwurfes sei, "den Handel und Besitz zu bestrafen, nicht aber die Sportler selbst, die diese Produkte benutzen. Die können mit Sperren durch ihre Verbände belegt werden", so Regierungssprecher Luc Chatel.
Der neue Straftatbestand gibt den Ermittlern mehr Möglichkeiten für Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen oder Gewahrsamnahme. Auch Produktion sowie die Ein- und Ausfuhr von Dopingmitteln werde strafbar.

(Sport1, 02.04.08)

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Australier sind dopingfreundlich

Fast ein Drittel der australischen Spitzensportler zieht Leistungssteigerung mittels Doping in Betracht.
Das ergab eine von der australischen Anti-Doping-Agentur (ASADA) in Auftrag gegebenen Studie der Curtin University. Demnach könnten es sich 29 Prozent der Athleten grundsätzlich vorstellen zu betrügen. 30 Prozent der Befragten schlossen zudem aus, durch Dopingproben überführt werden zu können.
Für ASADA-Präsident Richard Ings ist deshalb klar, dass im Anti-Doping-Kampf mehr gemacht werden müsse, als nur zu testen.

(Sport1, 13.03.08)

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DOSB intensiviert Dopingkampf - Kommission prüft Funktionäre

Frankfurt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat eine unabhängige Kommission eingesetzt, die Empfehlungen über den Umgang mit in Dopingfälle verstrickten Funktionsträgern aussprechen soll. Der Kommission gehören der ehemalige Verfassungsrichter Udo Steiner, Heide Ecker-Rosendahl und der Ex-Minister und SPD-Abgeordnete Steffen Reiche an. Sie soll in Einzelfällen und nur bei einem Anfangsverdacht tätig werden. Als erstes Ziel strebt der DOSB an, mithilfe der Kommission eine skandalfreie Olympiadelegation zu nominieren.
Außerdem hat das DOSB-Präsidium in Frankfurt beschlossen, einen historisch-soziologischen Forschungsauftrag mit dem Thema "Doping in Deutschland" auf den Weg zu bringen. DOSB-Präsident Thomas Bach erwartet von dem Projekt auch Hinweise, wie künftig Doping besser bekämpft werden könnte.

(Frankfurter Rundschau, 11.03.08)

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Größter Schlag gegen den Dopinghandel

Deutschen Zollfahndern ist der bislang größte Schlag gegen den illegalen Handel mit Doping- und Potenzmitteln gelungen. Die Beamten beschlagnahmten 1,3 Tonnen Anabolika mit einem Schwarzmarktwert von etwa 800.000 Euro. Die Mittel stammen aus China, dem Iran, dem Libanon und Spanien.
Norddeutschen Zollfahndern ist der bislang größte Schlag gegen den illegalen Handel mit Doping- und Potenzmitteln in Deutschland gelungen. Wie am Dienstag bekannt wurde, deckten sie nach mehrmonatigen Ermittlungen einen weltweiten Anabolika-Handel auf und beschlagnahmten bei bundesweiten Durchsuchungen knapp 1,3 Tonnen verbotener Substanzen im Wert von rund 800.000 Euro. Ein Hauptverdächtiger wurde verhaftet.
Der Handel mit illegalen und gefälschten Arzneimitteln wird nach Worten von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zunehmend zum Problem und zeigt eine „rasante Steigerung“. Der Zoll beschlagnahmte laut seinem Jahresbericht 2007 Medikamente im Wert von insgesamt 8,3 Millionen Euro.
Das sei zwar ein relativ geringer Wert, bedeute aber eine Verdreifachung innerhalb eines Jahres, betonte der Minister. 2006 waren noch Mittel im Wert von 2,5 Millionen Euro sichergestellt worden. Vornehmlich handelt es sich um Designerdrogen oder Potenz- und Dopingmittel, aber auch ein Herzmedikament fiel den Fahndern in die Hände.
In dem jüngsten Fall wurden bei Durchsuchungen in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie bei Berlin und am Frankfurter Flughafen 744 Kilogramm verschiedener Anabolika und 500 Kilogramm eines Potenzmittels sichergestellt, wie die Staatsanwaltschaft Kiel und die Zollfahndung Hamburg mitteilten. Auch wurden umfangreiche Geschäftsunterlagen beschlagnahmt, die „auf einen schwunghaften Handel“ seit mindestens drei Jahren hindeuteten.
Insgesamt seien nach erster Sichtung der Beweise bislang mindestens zehn Tonnen illegaler Arzneien umgeschlagen worden. Die Substanzen stammen nach ersten Erkenntnissen unter anderem aus China, Iran, Libanon und Spanien. Sie sollen angeblich nach kurzer Lagerung bei einem Spediteur in die Ukraine ausgeführt worden sein, was die Ermittler aber bezweifeln: Die Produkte seien nach Art und Aufmachung eher für die deutsche Bodybuilderszene bestimmt.
Bisher sind laut Staatsanwaltschaft 26 Einzeltaten mit einem Gesamtumsatz von einer Million Euro beweisbar. Der gesamte Tatumfang könne nur mit unterstützenden Ermittlungen in mehreren Ländern aufgeklärt werden. Der 33 Jahre alte Hauptverdächtige, ein gebürtiger Westfale, wurde am 18. Februar bei der Einreise aus seiner neuen Heimat Österreich am Hamburger Flughafen festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

(DIE WELT, 11.03.08)

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Neuer „WADA-Code“ beschlossen
Gültig erst ab 1.1.2009

Auf der vergangenen Welt-Anti-Doping-Konferenz in Madrid Mitte November wurde nicht nur der neue Präsident John Fahey (früherer australischer Finanzminister) gewählt, sondern auch ein neuer „WADA-Code“ verfasst. Die Kernpunkte:

  • Alle Organisationen des Sports haben bis zum Inkrafttreten ihre Statuten anzugleichen. Ebenso sind alle Regierungen aufgerufen, die Unesco-Konvention gegen Doping zu unterzeichnen und damit den Code als universell verbindlich anzuerkennen. Weltmeisterschaften sollen nur noch an Länder vergeben werden, die dies umgesetzt haben. Außerdem werden keine führenden Positionen in der WADA mit Mitgliedern der Nicht-Unterschrift-Länder besetzt.
  • Für schwerwiegende Erstverstöße (z.B. systematisches Doping, Verhinderung der Aufdeckung von Vergehen) wird die Sperre von zwei auf vier Jahre erhöht. Drei Verstöße gegen die Meldepflicht („missed tests“) binnen 18 Monaten führen zu einer Sperre von ein bis zwei Jahren.
  • Kronzeugenregelung: Wenn ein Athlet die Aufdeckung von Doping-Verstößen Dritter substanziell mit Detailinformationen unterstützt, kann die Sperre um bis 75 % gekürzt werden. Eine Verkürzung um die Hälfte wird eingeräumt, wenn der Athlet Doping gesteht, bevor er positiv getestet wurde.
  • In Einzelfällen kann flexibler bestraft werden. So kann es strafmindernd gewertet werden, wenn ein Athlet beweisen kann, dass eine verbotene Substanz ohne Verschulden in seinen Körper gelangt ist. Neben Sperren können auch zusätzlich Geldbußen verhängt werden.
  • Nach einer positiven A-Probe wird eine provisorische Suspendierung des Athleten ausgesprochen. Die B-Probe muss spätestens sieben Tage später analysiert sein.

Allein in Deutschland soll die Zahl der Trainingskontrollen auf 9000 im Jahr verdoppelt werden. Neben Urinproben wird es auch häufiger zu Blutkontrollen kommen. Diese sind allerdings recht teuer und schlagen bei den teilweise finanzierenden Verbänden hohe Wellen der Entrüstung. Kleinere Verbände können diese Summen nicht mal durch die Mitgliedereinnahmen decken. Nicht zuletzt deswegen stehen noch einige Gespräche ins Haus. Hoffentlich vergisst man dabei nicht die Präventionsarbeit auf der Ebene der Information und Aufklärung.

(js, 23.11.07)

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“Falscher Einwurf!” auf Reisen - Zwei Vorträge auswärts

Zu zwei Veranstaltungen wurde der „Falsche Einwurf“ eingeladen, um dort vor Ort Vorträge zum Thema Anti-Doping abhalten zu dürfen.
Am Freitag, den 09.11.2007, war Dr. Volker Höltke bei der Sportjugend Frankfurt in Rödelheim und referierte über den „Mißbrauch von leistungsfördernden Substanzen

Am Samstag, den 17.11.2007, lautete das Thema von Jan Schiltz „Doping im Jugendsport“ bei der Sportjugend in Dortmund. Im Südbad konnte den ca. 30 Jugendleitern der verschiedenen Verbände so das Thema „Anti-Doping“ nähergebracht werden.

(js, 19.11.07)

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Internationales Anti-Doping-Forum in Baden-Baden

Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) veranstaltet am 30.11./01.12.2007 im Kongresshaus Baden-Baden erstmals ein Internationales Anti-Doping-Forum. „Im Mittelpunkt stehen die Bekämpfung des Dopings im Sport sowie die Entwicklung von Konzepten zur Dopingprävention“, erklärt der Anti-Doping-Beauftragte des Landessportverbandes Baden-Württemberg, PD Dr. Heiko Striegel.
Die Veranstaltung richtet sich an Kaderathleten, Trainer, Anti-Doping-Beauftragte der Sportverbände, Pädagogen und Funktionsträger im Sport. In den Kurzreferaten am ersten Tag berichten Referenten aus verschiedenen Ländern über die gesellschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen im Kampf gegen Doping sowie zum aktuellen Stand der Kontrollpraxis. In den Workshops am Folgetag werden Materialien für eine langfristig angelegte und praxisnahe Dopingprävention erarbeitet.
Das vom Bundesministerium des Innern geförderte Projekt soll auf internationaler Ebene den Fair-Play-Gedanken unterstützen und wird sowohl in deutscher wie französischer Sprache durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen sind unter www.anti-doping.eu erhältlich. Hier ist auch eine Online-Anmeldung möglich.

(17.10.2007)

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Höhere Strafen möglich
Neuer Antidopingcode soll aber auch Geständnisse erleichtern

Bei der zweiten Auflage des Welt-Antidopingcodes sollen alle Kinderkrankheiten der 2003 erstmals formulierten Arbeitsgrundlage des internationalen Sport-Schiedsgerichts (CAS) weitgehend ausgemerzt werden. "Grundsätzlich hat sich dieses Dokument in der Praxis bewährt. Es waren aber auch einige Stellschrauben zu drehen", sagte der Mainzer Sportjurist Ulrich Haas, der maßgeblich an der Neuauflage beteiligt war, die Mitte November verabschiedet werden soll.

Neu ist, dass auch Ersttäter, wenn sie in professionellen Strukturen systematisch und dauerhaft gedopt haben, bereits mit einer vierjährigen Sperre belegt werden können. Aufgewertet werden hingegen die sogenannten "Kronzeugen" wie der Radprofi und geständige Dopingsünder Jörg Jaksche. Ihnen kann bis zu 75 Prozent ihrer Sperre erlassen werden.

Eine umstrittene Änderung, die Haas bei einem Symposion in Hamburg vehement verteidigte: "Ohne solche Helfer bekommen wir nur Doofe und Cannaboide." Wurde bislang eher selten von der Regelstrafe (Zweijahressperre) abgewichen, sind nun längere, aber auch weit kürzere Sperren möglich, sogar eine praktisch folgenlose Verwarnung ist in eng gefassten Ausnahmefällen vorgesehen.

Bei Rechtsanwälten hält sich die Zustimmung in Grenzen. Michael Lehner, Anwalt von Jaksche und anderen Radprofis wie Danilo Hondo und Patrick Sinkewitz, stört, dass die Beweislast nach wie vor umgekehrt ist, die Athleten immer noch ihre Unschuld beweisen müssen: "Wenn es um Sperren von drei bis sechs Monaten geht, mag das in Ordnung sein. Aber bis zu vier Jahren, das ist dann unverhältnismäßig."
(sid)

(js, 12.10.07)

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Was wissen Sie über Anti-Doping? Testen Sie Ihr Wissen hier.

Auf der Internetseite der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA können Sie testen, wie gut Sie über Anti-Doping-Maßnahmen Bescheid wissen. 10 Fragen aus einem großen Fragenpool können interaktiv beantwortet werden. Viel Spaß!:

(mw, 16.08.2007)

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Doping im Amateursport, Bericht im WDR-Fernsehen

Das WDR-Fernsehen berichtete am 03.06.2007 in der Sendung “Westpol” u.A. über Doping im Amateursport. Jan Schiltz wurde zur Präventionskampagne FALSCHER EINWURF interviewt.

(mw, 04.06.2007)

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Dopingliste 2007

Hier finden Sie zusammengefasst die wichtigsten Links bezüglich der Dopingliste 2007:

(09.01.2007)

 

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„Falscher Einwurf !“ - es tut sich was !

Sehr geehrte Leser!
Endlich ist es wieder soweit: Wir freuen uns, Sie wieder regelmäßig über aktuelle Themen rund um die Prävention des Medikamentenmissbrauchs im Sport aufzuklären.
Auch wenn die Kampagne „Falscher Einwurf! - Gegen Doping und Medikamnetenmissbrauch“ zunächst einmal nicht weitergeführt werden wird (es handelte sich bekanntlich um ein zeitlich limitiertes Projekt des Innenministeriums und des LandesSportBundes NRW), sollen jedoch die sinnvollen Ansätze dieser Arbeit nicht „im Boden versickern“, sondern Teile erhalten bleiben. Einen ersten Ansatz stellt die Aktualisierung der Internetseite www.dopingfreier-sport.de dar, weitere Komponenten könnten folgen. Voraussichtlich wird im Frühjahr nächsten Jahres wieder unsere Seminarreihe „Ernährung und Medikamente im Sport“ aufleben. (Infos über die letzten Veranstaltungen
finden Sie hier !)
Zusätzlich findet in diesem Jahr hoffentlich noch eine Informationsveranstaltung statt. Die Planungen laufen …

Weitere Informationen können Sie in Form unseres Newsletters erhalten ...

Bis bald !

Ihr Anti-Doping-Team

(js, 12.09.2006)

 

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Dopingliste 2006 in deutscher Sprache

Die neue Dopingliste gilt ab dem 01.01.2006. Nachdem die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) diese in englischer Sprache rausgegeben hat, findet man die Liste nun auf der Internetseite der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) in deutscher Sprache. Neben Hinweisen zur neuen Liste und einer Zusammenfassung der Änderungen, erklärt die NADA außerdem das Überwachungsprogramm für z.B. Substanzen wie Koffein.
Wir meinen: Ein MUSS für jeden Trainer im Leistungssport!
Einen zweiseitigen Überblick zur Dopingliste hat wie jedes Jahr der „Falsche Einwurf!“ zusammengestellt.

(of, 14.12.2005)

 

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Schutzsperre im Skilanglauf: Doping ?

Der Skilangläufer Jens Filbrich ist nach dem Weltcuprennen, bei dem er den dritten Platz belegte, im Vorfeld des kommenden Rennens mit einer 5-Tages-Schutzsperre belegt worden. Was steckt dahinter ?
In zwei Sportverbänden (Radsport, UCI und Nordischer Skisport, FIS) werden vor den Wettkämpfen Blutkontrollen der Athleten angeordnet. Im Radsport ist der Hämatokrit-(Htk), im Skisport der Hämoglobin(Hb)-Wert der entscheidende Parameter. Erreicht der Htk einen Wert von 50,0 % bzw. das Hb beim Langlauf 17,0 g/dl, wird eine Schutzsperre gegen den Sportler ausgesprochen. Dies hat primär nichts mit Doping zu tun, sondern soll den Sportler schützen.
Während der Htk den Anteil der festen Bestandteile im Blut beschreibt, ist das Hb als roter Blutfarbstoff für den Transport des Sauerstoffes im Blut zuständig.
Um gesundheitliche Risiken auszuschliessen, belegt man den Sportler ab den genannten Konzentrationen mit der Schutzsperre, da bei Schweißverlust der Wert ggf. ansteigt und das Blut weiter verdicken könnte. Die Folgen könnten z.B. Thrombosen und Embolien sein. Nach 5 Tagen Sperre sollte der Wert wieder gesunken sein.
Der Fall Jens Filbrich, der bei besagter Untersuchung einen Wert von 17,0 g/dl hatte, beschäftigt nun aber schon seit längerem die medizinische Betreuung des Langlaufteams. Die Werte von Filbrich sind seit Jahren erhöht und vermutlich genetisch bedingt. Aus diesem Grunde sinkt das Risiko der gesundheitlichen Folgen einer Überschreitung. Dieser genetische Vorteil ist in der Talentsuche auch ein Aspekt der natürlichen Auslese bei Ausdauersportarten.
Für diese Fälle kann der jeweilige Weltverband ein sogenanntes Zertifikat ausstellen. Dieses Verfahren wird aber erst dann eingeleitet, wenn nachweislich über mehrere Jahre (auch außerhalb der Wettkampfphasen) der Grenzwert angenähert bzw. überschritten wurde. Filbrich (und der Deutsche Skiverband) wird nun verstärkt versuchen, dieses bislang verwährte Zertifikat zu erhalten, um im Rahmen des Gesamtweltcups der Langläufer keine Nachteile wegen weniger Rennen zu bekommen, sowie bei den Olympischen Winterspielen im Februar 2006 in Turin nicht wegen einer solchen Sperre zu fehlen. Die Weltorganisation FIS prüft die Sonderfälle allerdings genauestens, da man Angst vor dem „Herandopen“ mit EPO an den Grenzwert hat. In der Vergangenheit sind zwei Sportler auf diese Weise aufgefallen, die Finnin Kaisa Varis (2003) und Johann Mühlegg (2002).
Eine negative Urin-Dopingprobe, die Filbrich direkt nach der Blutuntersuchung abgeben mußte, läßt allerdings darauf schließen, dass dieser Fall anders gelagert ist. „Eine weitere Schutzsperre mit nachfolgender negativer Dopingprobe wäre weder der Öffentlichkeit noch dem Läufer vermittelbar“ (FR-aktuell.de, 14.12.05).

(js, 14.12.05)

 

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Falsche Signale - Kommentar

Es darf gefragt werden, ob derzeit nicht die falschen Signale im Anti-Doping-Kampf gezeigt werden.

Signal USA
Welches Signal sendet die USA in die Welt, wenn der Gründer und maßgeblich Beteiligte der
Balco-Labor-Affäre, Victor Conte nun mit nur 4 Monaten Gefängnis und Hausarrest bestraft wird, weil er noch rechtzeitig genug geständig war? Von Abschreckung kann da nicht die Rede sein! Wenn Doping und Mithilfe zum Doping wenig negative Auswirkungen haben, dann mal los, ran an die verbotenen Substanzen!

Signal Deutschland
In Deutschland wird der ehemals dopingpositive Ringer, Alexander Leipold, zugleich Welt- und Europameister, Bundestrainer der Ringer. Leipold musste nach den Olympischen Spielen in Sydney 2000 seine Goldmedaille zurückgeben, weil in seinem Urin Nandrolon gefunden wurde, ein anaboles Steroid. Damals wurde er für 12 Monate gesperrt – international kam er nicht wieder zurück in seiner Sportart. Leipold hat immer gesagt, er sei unschuldig – er habe nie wissentlich eine verbotene Substanz eingenommen. Heute wird darüber diskutiert, ob er ein Opfer von mit Anabolikavorstufen verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln wurde. Was bleibt, ist ein mindestens angekratzter Ruf!
Die Ernennung eines Sportlers zum Bundestrainer, auch ein Amt von Ehre und Würde, legt Strukturen fest – stellt Weichen! Welches Vorbild kann der neue Bundestrainer sein? Hat Leipold sich im Anti-Doping-Kampf bisher engagiert? Der Ringer-Bund zeigt durch die Berufung Leipolds entweder, dass er glaubt, Leipold sei kein Dopingsünder gewesen, sondern ein Opfer oder er signalisiert, auch Dopingsünder können noch Karriere in ihrer Sportart machen! Eins steht fest, die Schützlinge des neuen Bundestrainers werden sicherlich besonders oft zur Dopingkontrolle gerufen – so ist das, bei einem angekratzten Ruf!

(of, 20.10.2005)

 

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Dopingliste 2006

Die Dopingliste für 2006 ist da! Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) in Bonn hat die neue Verbotsliste, die Gültigkeit hat ab dem 01.01.2006, zunächst in englischer Sprache auf Ihrer Internetseite veröffentlicht. Auf den ersten Blick gibt es keine wesentlichen Veränderungen, wie es sie in den Jahren 2003 - 2005 gab. Alles weitere demnächst hier .... übrigens hat die NADA ein neues Outfit für ihre Internetseite gefunden - wir meinen: prima gelungen!

(of, 18.10.2005)

 

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 Setzen Sie Zeichen gegen Doping und Medikamentenmissbrauch!

Als „Falscher Einwurf!“ bezeichnet die Kampagne Drogeneinnahme, Doping und Medikamentenmissbrauch. Nun können Sie in Stützpunkten, Vereinen, Schulen etc. Position beziehen und sich dieser Meinung anschließen – sichtbar für alle!
Sie haben die Möglichkeit durch Tassen, Uhren, T-Shirts etc., die mit dem Logo des „Falschen Einwurf!“ bedruckt sind, Ihre Einstellung kund zu tun. Auf unserer Internetseite finden Sie eine Auswahl von Produkten:
Herzlich Willkommen im Online-Shop!
Wollen Sie weiterhin Neuigkeiten rund um das Thema Anti-Doping erfahren? Dann abonnieren Sie unseren
Newsletter – damit sind Sie gut informiert!

(js/of; 13.09.2005)

 

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Dopingkontrolleurin unterstützt Seminar

Das dritte Seminar „Ernährung und Medikamente im Sport!“ findet am 03.12.2005 in Lüdenscheid-Hellersen statt.Dopingkontrolleurin Doris Osterhoff „Man wird weiter dafür kämpfen müssen, dass der Sport sauber wird. Aufklärung ist daher eine wichtige Aufgabe“, so die Dopingkontrolleurin Doris Osterhoff. „Ich würde es begrüßen, wenn recht viele Trainer, Sportlehrer und Eltern von Sportlern ebenfalls anwesend wären“.
Im Seminar, das in einigen Verbänden des Landes NRW als Weiterbildung für Übungsleiter anerkannt ist, werden die wichtigsten Basics zum Thema Ernährung/Medikamente im Sport durch Sportmediziner (z.B. Dr. Ernst Jakob – Chefarzt der Abt. Sportmedizin des Krankenhauses für Sportverletzte Lüdenscheid-Hellersen; Olympiaarzt seit 1988) sowie durch Dipl.-Sportlehrer und eine Oecotrophologin näher gebracht. Im Anschluss erhalten Sie ein Zertifikat: „Dopingprävention“ (8 Unterrichtseinheiten) sowie eine CD mit vielen Informationen/Materialien. Das Seminar wird im Rahmen der Präventionskampagne „Falscher Einwurf!“ angeboten. Die Kampagne wird von der Unabhängigen Expertenkommission des Landes NRW durchgeführt.

(of, 15.08.2005)

 

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Ordnung des LSB zur Bekämpfung des Dopings

Mit Beschluss des Hauptausschusses ist die „Ordnung des LSB und seiner Mitgliedsorganisationen zur Bekämpfung des Dopings“ verabschiedet worden. Das Dokument kann als pdf-Datei über die Internetseite des LSB downgeloadet werden.

(of; 12.08.05)

 

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Neue Zusammensetzung der Arbeitsgemeinschaft Prävention der NADA

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) in Bonn hat nun erneut für zwei Jahre die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Prävention berufen. Unter dem Vorsitz der Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Frau Dr. med. Elisabeth Pott tagte die neue Arbeitsgruppe bereits in Bonn. Die weiteren Mitglieder sind im Einzelnen:

  • Theo Rous (NADA-Vorstand)
  • Dr. Bettina Bräutigam (Amtsapothekerin in Essen)
  • Heike Henkel (ehemalige Leistungssportlerin)
  • Astrid M. Offer (Ärztin/Dipl.-Sportl.; Abt. Sportmedizin Hellersen - Falscher Einwurf!)
  • Dr. Franz-Josef Kemper (Ministerialdirigent; Rheinland-Pfälzisches Innenministerium)
  • Prof. Dr. Horst Michna (Leiter des Lehrstuhls Gesundheitsförderung an der TU München)
  • Prof. Dr. Klaus Müller (Leiter des Dopinganalyselabor Kreischa)
  • Michael Sauer (Dipl.-Sportl.; Manfred-Donike-Stiftung)
  • Dr. Roland Augustin , Dr. Claudia Breuer, Julia Schlochow (NADA-Geschäftsstelle)

(mw, 10.08.2005)

 

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Anti-Doping-Preis verliehen

Antje Harvey, die Biathlon-Olympiasiegerin von 1992, ist mit der Heidi-Krieger-Medaille, dem in Europa einzigartigen Preis für ein Engagement gegen Doping im Spitzensport ausgezeichnet worden. Die Doping-Opfer-Hilfe hat die Medaille verliehen, da die Sportlerin sich in Zeiten des DDR-Regimes geweigert hat, verbotene leistungsfördernde Substanzen einzunehmen. Deswegen war sie Repressalien ausgesetzt und wurde aus dem Leistungssport ausgeschlossen. Erst nach dem Fall der Mauer begann ihr sportliches Comeback (ohne Doping) und mündete in der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen.

(of; 03.08.05)

 

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Cannabis-Diskussion in der Deutschen Basketball-Liga

Wieder einmal ist ein junger Leistungssportler auf die Substanz Tetrahydrocannabiol (Cannabis) auffällig geworden. Der 21-jährige Heiko Schaffartzik von „Giessen 46ers“ verlor bis auf weiteres für die Wettbewerbe des Deutschen Basketball Bundes (DBB) und der Basketball Bundesliga (BBL) die Spielberechtigung.
Einen solchen Fall gab es auch im Fußball bereits: Im Dezember 2003 wurde der damalige Nationaltorwart der U20, Alexander Walke, während der Weltmeisterschaft positiv getestet. Als Konsequenz wurde ein Sieg als eine Niederlage gewertet und der Spieler für 7 Monate gesperrt. Walke durfte in der vergangenen Saison in seinem Verein Werder Bremen für die zweite Garnitur (Regionalliga) wieder 17mal ins Tor und fühlt sich rehabilitiert. Der Club hatte an ihm festgehalten und in Gesprächen vertrauensvoll geholfen. Er hatte zugegeben „einen Riesenmist“ gebaut zu haben. Zu Beginn der anstehenden Saison hat Walke den Verein gewechselt und versucht nun in der Zweiten Liga beim SC Freiburg im Profi-Fussball einen Stammplatz zu erkämpfen.
In beiden Fällen sind die Meinungen sehr verschieden. Im aktuellen Basketball-Fall kann man im Internet-Forum www.schoenen-dunk.de von „naja a bisserl Gras halt“ und „wir haben es hier nicht mit einem klassischen Dopingvergehen zu tun“ über „nicht zum ersten Mal in seinem Leben“ und „fortgeschrittener Blödheit“ bis zu „Kiffen sollte verboten sein und bestraft werden“ und „er hat ganz klar festgelegte und von ihm akzeptierte Regeln übertreten und muss als erwachsener Mensch dafür die Konsequenzen (er)tragen“ lesen.
Ganz wichtig ist allerdings die auch genannte „Vorbildfunktion (…) als Profi-Sportler“ sowie ein Hinweis zur Prävention und Aufklärung: „Entweder informiert die Liga oder die Teams die jungen Spieler schlecht über die Rahmenbedingungen oder der Bursch ist einfach blöde.“
Was den Sport betrifft, so steht Tetrahydrocannabiol (THC) auf der Dopingliste. Es ist im Wettkampf verboten. Da aber THC im Urin über Wochen nachweisbar ist, ist von jeglichem Konsum schon aus Gründen des Doping-Kontrollsystems abzuraten. Selbst Passiv-Rauchen (meist wird der Wirkstoff geraucht, selten in Form von Getränken eingenommen) kann erhöhte Urinkonzentrationen hervorrufen.
Im Jahre 2003 wurden zwanzig positive Dopingkontrollen auf THC festgestellt.

(js, 02.08.05)

 

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Wenn der Vater mit dem Sohne Asthmamittel ausprobiert

Wenn ein Vater seinem Sohn zeigt, wie ein Asthmamittel zur Inhalation eingenommen wird, ist das ein toller Papa!
Wenn ein Leistungssportler so handelt, dann begeht er einen Verstoß gegen das Dopingreglement, denn alle Asthmamittel zur Inhalation stehen auf der Dopingliste. Sie dürfen von Leistungssportlern nur eingenommen werden, wenn eine Medizinische Ausnahmegenehmigung erwirkt worden ist, weil der Sportler z.B. ein allergisches Asthma oder ein Belastungsasthma hat. Für das Dopingreglement spielt es keine Rolle wie und warum verbotenen Substanzen in den Körper aufgenommen werden - der Sportler ist dafür verantwortlich, dass zu keiner Zeit Dopingsubstanzen in seinem Urin nachzuweisen sind.
Somit wird auch der Fußball-Profi T., der in der zweiten Bundesliga spielt und slowenischer Nationalspieler ist, mit einer evtl. bis zu 2 Jahren andauernden Sperre zu rechnen haben, weil er seinem Sohn die Anwendung eines Asthmamittels gezeigt hat. Darf man dem Spieler glauben, so ist das ein typischer Fall, der bei mehr Aufklärung im Spitzensport bzgl. des Dopingreglements hätte vermieden werden können. Unsere Meinung: ein typischer Fall von „FALSCHER EINWURF!“ Unsere Forderung: Mehr Prävention auch im Spitzensport!

(of; 29.07.05)

 

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16-jähriger Radrennfahrer positiv auf EPO

Viele Eltern, Betreuer und Trainer von Kindern und Jugendlichen fragen sich, was habe ich mit Doping zu tun? Was sie damit zu tun haben können, zeigt der Fall des erst 16jährigen südafrikanischen Radrennfahrers. Der Nachwuchsfahrer Michael Van Staden war wegen Dopings mit Erythropoetin (EPO) im Rahmen der U16-Tour aufgefallen. Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) hatte eine obligatorische Sperre von zwei Jahren gefordert. Der internationale Sportgerichtshof (CAS) entschied in Lausannne, dass er nur für sechs Monate gesperrt wird. Es ist davon auszugehen, dass der jugendliche Radrennfahrer in Strukturen seinen Sport betrieb, die die Einnahme von unerlaubten Hilfsmitteln triggerten. Doping mit EPO ist kein Kavaliersdelikt, schließlich handelt es sich um eine rezeptpflichtige Substanz und muss in die Vene injiziert werden. Was können Eltern, Trainer und Betreuer tun?
Ein Problembewusstsein für diese Themen schaffen - das Selbstbewusstsein der jungen Sportler stärken, das müssen Aufgaben von Erwachsenen im Sport sein. Dabei gilt: je früher Gesprächsbereitschaft signalisiert wird, desto höher ist die Aussicht Missbrauch in den Bereichen Medikamente, Drogen und Doping vorzubeugen.

(of, 20.07.05)

 

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39. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention

Ort: Hamburg, CCH
Termin: 14.-17.09.2005

Alle zwei Jahre ist es soweit: zur Fort- und Weiterbildung rufen die deutschen Sportärztebünde zum Kongress auf. Dieses Jahr findet die wichtigste deutsche sportmedizinische Veranstaltung unter dem Motto „Bewegung ist Leben“ in Hamburg statt. Auch das Handlungsfeld SPORTVEREIN von Falscher Einwurf! wird bei diesem Kongress vertreten sein: Zwei Abstracts wurden angenommen und werden als Poster bzw. als Vortrag präsentiert.

  • Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln bei 10- bis 19-jährigen Leistungssportlern/innen
    Vortrag, 16.09.2005
  • Zur Dopingproblematik bei 10- bis 19-jährigen Leistungssportler/innen
    Poster
  • Autorengruppe:
    A.M. Offer1, M. Steuer1, K. Völker2, E. Jakob1
    1
    Abt. Sportmedizin, Krankenhaus f. Sportverletzte Hellersen
    2Institut für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster

(of, 30.06.05)

 

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Dopingsünderin im Anti-Doping-Kampf

US-Sprinterin Kelly White ist noch bis Mai 2006 wegen der Einnahme des psychisch stimulierenden Wirkstoffes Modafinil gesperrt. Sie wurde bei den Weltmeisterschaften 2003 in Paris positiv getestet und ihr wurden daher die Meistertitel wieder aberkannt.
Im Nachhinein zeigt sie sich nun einsichtig und ruft zur Intensivierung gegen Sportbetrüger auf. Ferner fordert sie andere Athleten auf, aus ihren eigenen Fehlern zu lernen.
„Ich glaube, dass ich ein Beispiel dafür sein kann, wie man es nicht machen sollte“, sagte die 28-jährige White am Rande des Anti-Doping-Symposiums in Oslo Ende Mai (Quelle:
www.ktvu.com).
Sie versucht dabei gar nicht erst, die Schuld auf Andere abzuwälzen, sondern gesteht ein: „Ich habe die Entscheidung selbst getroffen. (…) Man kann nur für eine bestimmte Zeit lügen. Ich bin froh, dass alle Geheimnisse und Lügen offen auf dem Tisch liegen.“
Die Sprinterin ist der Meinung, dass viele Athleten trotz medizinischer Beweise eher alles abstreiten würden als die Hintermänner preiszugeben. Sie selbst gab weiter zu, dass sie in der Zeit vor der Sperre mit Steroiden gedopt hatte und sich dem Blutdoping unterzog. Allerdings sei sie in ca. 17 jährlichen Tests nicht aufgefallen - ein Zeichen dafür, dass Doping ohne entdeckt zu werden, sehr gut im Spitzensport zu realisieren ist.
Falls Kelli White über den Status der Reue hinaus den Anti-Doping-Kampf unterstützt, so muß von ihr erwartet werden, dass sie Dopingstrukturen aufdeckt: Woher hat sie die Präpararte bezogen? Wer hat sie dabei unterstützt? Die Ernsthaftigkeit ihrer Aussagen würde dies unterstreichen.

(js/of, 30.06.05)

 

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1. Nationaler Präventionskongress in Deutschland

Ort: Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
Termin: 01. - 02.12.2005

Einen Aufruf an alle die, die sich mit Prävention beschäftigen, stellt der Nationale Präventionskongress der Deutschen Gesellschaft für Public Health im Dezember 2005 in Dresden dar. Als vorläufige wissenschaftliche Themen werden u.a. genannt: Gesunde Ernährung, Gesundheitsbewusstes Verhalten, Pädagogische Programme und Prävention und Prävention im Kindes- und Jugendalter.
Auch das Handlungsfeld SPORTVEREIN von Falscher Einwurf! wird bei diesem Kongress vertreten sein: Drei Abstracts wurden eingereicht und finden als Poster oder als Vortrag Ihren Stellenwert bei dem Kongress. Die Abstracts werden im Supplement des Journal of Public Health abgedruckt:

  • Dopingproblematik bei 10-19jährigen Leistungssportler/innen
    A.M. Offer1, M. Steuer1, K. Völker2, E. Jakob1
    1
    Abt. Sportmedizin, Krankenhaus f. Sportverletzte Hellersen
    2Institut für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster
    Vortrag, 02.12.2005
  • Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln bei 10- bis 19-jährigen Leistungssportlern/innen
    A.M. Offer1, M. Steuer1, K. Völker2, E. Jakob1
    1
    Abt. Sportmedizin, Krankenhaus f. Sportverletzte Hellersen
    2Institut für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster
    Poster
  • Prävention von Doping und Medikamentenmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen
    A. M. Offer, J. Schiltz, E. Jakob
    Abt. Sportmedizin, Krankenhaus f. Sportverletzte Hellersen
    Poster
     
  • Aktuelle Informationen zur Veranstaltung (Link)

(of, 30.06.05)

 

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Tagung „Umsetzung des Anti-Doping-Regelwerkes der NADA“ am 2. Juni 2005 in Frankfurt"

Die NADA lädt am Donnerstag, den 2. Juni 2005 die Geschäftsführer und Justitiare der deutschen Sportfachverbände und Landessportbünde zu der Tagung „Umsetzung des Anti-Doping-Regelwerkes der NADA“ in die Räumlichkeiten des Landessportbundes Hessen in Frankfurt von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr ein.
Im Rahmen dieser Tagung werden wir Ihnen das Anti-Doping-Regelwerk der NADA und die Änderungen aufgrund dieses Regelwerkes vorstellen. Weiter werden Ihnen Gestaltungsvorschläge sowie die ersten Erfahrungen von Verbänden präsentiert, die Ihnen ggf. die Umsetzung erleichtern können. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Tagesordnung.

(Quelle: www.nada-bonn.de , 10.05.2005)

 

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Ministeriumsbroschüre zum Thema Anti-Doping

Im Rahmen der sog. Blauen Reihe hat sich das Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MSWKS) mit der Broschüre „Falscher Einwurf! Gegen Doping und Medikamentenmissbrauch” diesem Thema erneut angenommen.
Die farbige Broschüre ist für Multiplikatoren und Interessierte gedacht. Wie groß das Dopingproblem im Spitzensport ist, zeigten die olympischen Spiele in Athen 2004. Aber auch im Freizeit- und Breitensport greifen immer mehr Sportler, darunter viele Jugendliche, regelmäßig zu Anabolika, Schmerz- und Aufputschmitteln. Der Schwarzmarkt mit anabolen Präparaten setzt jährlich rund 100 Millionen Euro um. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist den Anteil der Anabolika-schluckenden Jugendlichen mit drei bis fünf Prozent aus, die Gruppe zwischen 21 und 25 Jahren ist am stärksten betroffen. Meist unbeachtet läuft dabei der Medikamentenmissbrauch ab. Mit Anabolika und anderen Medikamenten wird gedealt, das Internet eröffnet dabei den Markt der Doping-Möglichkeiten. Dopingkontrollen und damit verbundene Sanktionen gibt es im Freizeit- und Breitensport nicht. Der Medikamentenmissbrauch wird auf vielen Ebenen betrieben: Nicht nur das „klassische“ Doping mit zum Beispiel den muskelaufbauenden Anabolikapräparaten, sondern auch der Missbrauch von z. B. Schmerzmitteln und Entzündungshemmern gehört dazu. Der Einstieg kann unbewusst schon über Nahrungsergänzungsmittel geschehen, wenn diese nur zur Leistungssteigerung konsumiert werden und sich die Einstellung einschleicht, ohne das Präparat „gehe es nicht mehr“. Nahrungsergänzungsmittel bergen zudem ein weiteres Risiko für Leistungssportler in sich: Die Substanzen können mit sog. Prohormonen (Anabolika-Vorstufen) verunreinigt sein und können im Extremfall sogar zu positiven Dopingtests führen.
Aber auch illegale Drogen, vor allem die Cannabinoide (Haschisch und Marihuana), die auf der Dopingliste stehen, stellen ein zunehmendes Problem dar. Cannabis ist die mit Abstand am meisten verbreitete illegale Droge: 25% aller 18-jährigen Deutschen haben mindestens einmal Cannabis konsumiert. Schon bei 13- bis 15-Jährigen wird Cannabiskonsum festgestellt. Im Jahresbericht des Suchtstoff-Kontrollrates (Gremium der Vereinten Nationen) wird Cannabis in Deutschland als illegale Droge Nummer eins tituliert. Von 7798 Dopingtests im Auftrag des Deutschen Sportbundes im Jahre 2003 wurde Tetrahydrocannabinol (THC) zwanzig Mal nachgewiesen. Zum Vergleich: 2003 ergab sich nur ein EPO-Fall (Erythropoeitin). Allein diese Statistik zeigt, Cannabinoide sind ein Thema – auch im Sport. Jugendliche halten diese Droge für harmlos und legal. Das ist ein Irrtum - ein Viertel der Drogentherapie-Plätze geht an abhängige Cannabispatienten.
Cannabinoide (THC) sind aus Sicht des Dopingreglements nur im Wettkampf verboten. Da aber THC im Urin über Wochen nachweisbar ist, kann weit zurückliegender Konsum eine Doping-Kontrolle „positiv“ ausfallen lassen. Selbst Passiv-Rauchen kann erhöhte Urinkonzentrationen hervorrufen. Ob dabei Cannabis von Leistungssportlern zu Dopingzwecken konsumiert wird, ist nicht gesagt. Es ist anzunehmen, dass viele jugendliche Sportler Cannabinoide konsumieren, weil die Einnahme ihnen ein Gefühl des „Way of life“ vermittelt.
Zuletzt sei an dieser Stelle das Stichwort Alkohol genannt: Alkohol steht in vielen Sportarten auf der Dopingliste und stellt ein zunehmendes Problem bei Kinder und Jugendlichen dar – nicht zuletzt, da die sog. Alcopops bei dieser Altersklasse sehr gefragt sind.

Ein Problembewusstsein für diese Themen schaffen und das Selbstbewusstsein der jungen Sportler stärken, das müssen Aufgaben von Eltern, Trainern und Betreuern in jedem Sportverein sein. Je früher über diese Themen Gesprächsbereitschaft signalisiert wird, desto höher ist die Aussicht Missbrauch in den Bereichen Medikamente, Drogen und Doping vorzubeugen.

(of, 03.05.2005)

    Herausgeber: Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MSWKS)
    Redaktion und Text der Broschüre: Dr. med. Ernst Jakob, Astrid M. Offer, Prof. Dr. Edgar Beckers, Thorsten Wagner, Henning Schreiber, Jan Schiltz

  • Online-Bestellung der Broschüre (Link)
  • Telefonsche Bestellung über C@ll NRW: 0180/3100110
  • Postalische Bestellung:
    GWN GmbH, Am Henselgraben 3, 41470 Neuss
    Fax: 02137/1094-29, Email:
    mswks@gwn-neuss.de

 

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1. Nationaler Präventionskongress am 1. & 2.12.2005 in Dresden

Einen Aufruf an alle die, die sich mit Prävention beschäftigen, stellt der Nationale Präventionskongress im Dezember 2005 in Dresden dar. Als vorläufige wissenschaftliche Themen werden u.a. genannt:

  • Gesunde Ernährung
  • Gesundheitsbewusstes Verhalten
  • Pädagogische Programme und Prävention
  • Prävention im Kindes- und Jugendalter.

Abstracts etc. können noch bis zum 30.06.2005 eingereicht werden.
Auch das Handlungsfeld SPORTVEREIN von Falscher Einwurf! bemüht sich um Präsenz vor Ort.

(of, 02.05.05)

 

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Internationaler Workshop „Talentsuche und Talentförderung“ am 23. & 24.05.2005 in Gelsenkirchen

Auch aus Sicht der Dopingprävention ist der 20. Internationale Workshop „Talentsuche und Talentförderung“ in Gelsenkirchen ein Muss: Gerade die Optimierung der Umfeldgestaltung kann Leistung steigern bzw. gerade erst möglich machen. Schule, Beruf, Studium dürfen kein Widerspruch zum Leistungssport sein. Mit dieser Veranstaltung werden die für die praxisnahe Entwicklung des Nachwuchsleistungssport so wichtigen Gespräche zwischen Sportwissenschaft und Sportpraxis fortgeführt.
Auch das Handlungsfeld SPORTVEREIN von Falscher Einwurf! bemüht sich um Präsenz vor Ort.

(of, 01.05.05)

 

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Seminar „Ernährung und Medikamente im Sport“ voller Erfolg

Zum zweiten Mal war das Sportkrankenhaus Hellersen Gastgeber des Seminars „Ernährung und Medikamente im Sport“. Die ca. 40 Teilnehmer (Trainer, Übungsleiter, Eltern, Lehrer) hatten viel Lob für die Veranstaltung. In der abschließenden Evaluation des Seminars beurteilten 93% das Seminar mit „empfehlenswert“.
Wollen Sie auch teilnehmen? Am 03.12.2005 findet das dritte Seminar statt. Mailen Sie an
info@dopingfreier-sport.de bzw. info@dopingfreier-sport.de .
Die Veranstaltung wird mit 8 UE zertifiziert und kann in der Weiterbildung/ Fortbildung bei Verbänden auf Nachfrage evtl. angerechnet werden.

(of, 30.04.05)

 

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Fachtagung „Ohne Doping kein Erfolg?“ am 2. Juni 2005 in Recklinghausen

Im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen findet vom 25.05. bis 05.06.2005 die „Woche des Sports“ statt. In dieser Sportwoche findet die Abendveranstaltung „Ohne Doping kein Erfolg?“ seinen Platz. Diverse Vorträge und eine abschließende Podiumsdiskussion u.a. mit Dr. Ernst Jakob (Chefarzt Abt. Sportmedizin Hellersen, Olympiaarzt) und Prof. Edgar Beckers (Pädagoge, Ruhr-Universität Bochum). Beide sind Mitglieder der Unabhängigen Expertenkommission des Landes NRW, die das Modell-Projekt „ Falscher Einwurf!“ leitet.
Falscher Einwurf! wird mit einem Informationsstand vor Ort sein!

    Ort: Rathaus Recklinghausen – großer Sitzungssaal
    Beginn: 19 Uhr
    Eintritt frei

  • Ausführliches Programm (pdf-Dokument)
  • Die Anmeldung erfolgt unter:
    Stadt Recklinghausen
    Koordinierungsbüro „Woche des Sports“
    Fachbereich 40/3, 45655 Recklinghausen

(of, 29.04.05)

 

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NADA legt Doping-Bilanz für 2004 vor

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat die Bilanz für das Sportjahr 2004 vorgelegt. Demnach wurden bei 8885 Kontrollen 72 positive Fälle aufgedeckt. Dies bedeutet einen Anteil von 0,8 %.
Nähere Informationen und die detaillierte Statistik finden Sie über die Rubrik Analyse.

(js, 06.04.05)

 

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US-Sport eher eine Show ohne Einsicht

Immer wieder hat sich der US-Sport wie beispielsweise die Major League (Baseball) strikt gegen die Anerkennung des WADA-Anti-Doping-Codex gewehrt. Trotz Dopingverdächtigungen (meist Anabolika) in der gesamten Sportart wurde es billigend hingenommen, dass sich viele Ex-Sportler im gesetzten Alter mit gesundheitlichen Problemen abplagten, nur damit Uralt-Rekorde wie z.B. die meisten Karriere-Homeruns eines Spielers purzeln.
Nun sollte aber alles anders werden. Mit Beginn der kürzlich eröffneten Saison glaubten die Verantwortlichen, auch ohne die Anerkennung des Codex, das Problem in den Griff zu bekommen. Der Verband führt nun Kontrollen ausschließlich (!) auf anabole Steroide durch, bei einem Positiv-Test würde der Sportler 10 Tage (!!) gesperrt. Erst beim Viertvergehen (!!!) würde die Sperre auf ein Jahr festgesetzt. Zudem wird auf keine anderen Mittel getestet, obwohl sich Experten sicher sind, dass Amphetamine das größere Problem im Baseball seien.
Der erste Sportler ist jetzt gefunden: Der Kubaner Alex Sanchez von den Tampa Bay Devil Rays will gegen das Urteil allerdings Berufung einlegen. Vermutlich würde ein solcher Antrag allerdings länger dauern als die Sperre selbst. Und eine „normale“ Grippe vermutlich auch …
So verkommt der Kampf gegen Doping zur Hollywood-Show …

(js, 06.04.05)

 

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Neuer Anti-Doping-Newsletter des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

Neben dem gut angenommenen sportartübergreifenden Newsletter des „Falschen Einwurf!“ bietet seit Ende März auch der DLV einen kostenlosen regelmäßigen Informationsdienst an. Dieser Newsletter entstand aufgrund des Wunsches vieler (Leicht-)Athleten, besser und zeitnaher über das Thema Anti-Doping informiert zu werden.
Wir wünschen dem Anti-Doping-Referat des DLV viel Erfolg und hoffen auf eine flächendeckende Verbreitung unserer gemeinsamen Anliegen.

(js, 06.04.05)

 

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Wieder einmal im Radsport: Doping kann Karriere-Träume platzen lassen

Die deutsche Radsport-Szene ist erschüttert: Der gut in die Saison gestartete Danilo Hondo vom Team Gerolsteiner wurde positiv auf das Stimulanz Carphedon getestet. Wird das Ergebnis durch die B-Probe bestätigt, so würde er voraussichtlich für zwei Jahre gesperrt und wird im Anschluss an die Sperre aufgrund eines Ehrenkodex, den alle Teams unterschrieben haben, für weitere zwei Jahre nicht von einem ProTour-Team angestellt. Dies kann für den 31-Jährigen das Karriereende bedeuten.
Der Fahrer hatte sich für diese Saison sehr viel vorgenommen: Jahrelang stand er im Schatten seines damaligen Mannschaftsgefährten Erik Zabel (Team T-Mobile). Nach dem Teamwechsel machte Hondo sich selbst Druck und wollte „voll angreifen“. Woher die verbotene Substanz in seinen Urin kam, ist bislang nicht geklärt. Hondo beteuert bislang seine Unschuld.

(js, 05.04.05)

 

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Positive A-Probe muß kein Dopingfall sein

Ist die A- sowie die B-Probe auf dieselbe Substanz positiv getestet worden, so liegt ein Verstoß gegen das Dopingreglement vor. Die B-Probe wird erst dann vom zuständigen Dopinglabor analysiert, wenn nach einer positiven A-Probe der betreffende Athlet darauf besteht. Fordert er die Analyse der B-Probe nicht an, so gilt er als „positiv“ und wird zwei Jahre gesperrt. Wie zuletzt bei dem französischen Skilangläufer Vincent Vittoz gesehen, spricht man bei einer positiven A-, aber negativen B-Probe allerdings nicht von einem Dopingfall.
Die unterschiedliche Analyse der A- bzw. B-Probe ist extrem selten und kann mehrere Gründe haben:

  • Vor der Aufteilung in zwei Gefäße wurde der Gesamturin nicht genügend durchgemischt.
  • Die unterschiedliche Lagerung kann Werte verändern. Die A-Probe wird sofort analysiert, während die B-Probe bis zu einem evtl. Gebrauch gekühlt aufbewahrt werden muß. Diese ist durch den Vorgang natürlich auch älter.
  • In Fällen von Grenzwerten kann es sein, dass die gemessenen Werte knapp um diese Vorgabe schwanken. Daher kann die zweite leicht unter dem Höchstwert liegen. Läge die erste Probe knapp darunter, würde die B-Probe gar nicht analysiert.
  • Verwechslungen von Proben: Das ist heute nahezu ausgeschlossen, da bei der Probenentnahme ein standardisiertes Vorgehen und eine penible Dokumentation von speziell ausgebildeten Dopingkontrolleuren beachtet wird.

Die Diskussion, die darin endet, dass dem Dopinglabor Vorwürfe gemacht werden, es hätte nicht „sauber“ gearbeitet, könnte umgangen werden, wenn der Sportler und sein Umfeld auf derartige Substanzen und entsprechende Präparate verzichtet. Die Dopingliste gibt klare Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht. Auch im Krankheitsfall kann in der „Liste der zulässigen Medikamente“ ein Medikament gefunden werden, welches nicht auf der Dopingliste steht. Leistungssportler sollten lieber einmal mehr einen sportmedizinisch bewanderten Arzt konsultieren, auch wenn es um „banale“ Erkrankungen geht. Die Aufklärung des Sportlers muß u.a. durch die behandelnden Ärzte und Anti-Doping-Beauftragten erfolgen. Durch die Kampagne „Falscher Einwurf! – Gegen Doping & Medikamentenmissbrauch“ wird zusätzlich für Aufklärung gesorgt – unterstützen Sie diese Bemühungen durch die Werbung von Newsletter-Abonnenten

(js/of, 18.03.05)

 

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Hinweise zur Dopingliste 2005

Seit dem 1.1.2005 gilt die modifizierte Doping-Liste. Auf unseren Seiten sind sämtliche Beiträge daraufhin aktualisiert worden. Für weitere Anmerkungen seitens der NADA und einen Kommentar von Herrn Dr. Axel Urhausen klicken Sie bitte hier:

(js, 17.03.05)

 

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Zulässige Medikamentenliste

Auf der Downloadseite der NADA finden Sie die überarbeitete Fassung der zugelassenen Medikamente. Diese Liste beschreibt bedenkenlose (weil dopingirrelevante) Präparate und Substanzen, die im Falle einer Krankheit auch von Leistungssportler eingenommen werden können. Auch für die Vorlage beim Hausarzt ist der Ausdruck der Liste sehr zu empfehlen …

(js, 17.03.05)

 

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Vorbildlich und nachahmenswert: Seminar als Weiterbildung anerkannt

Das aktuelle Seminar „Ernährung und Medikamente im Sport“ (nächster Termin 16.04.05) wird ab sofort in die C-Trainer-Weiterbildung des Nordrhein-Westfälischen Triathlonverbandes aufgenommen und über die Verbands-Internetseite beworben. Die 8,5 Unterrichtseinheiten können zur Lizenzverlängerung anerkannt werden.
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Veranstaltung auch in Ihrem Verband als (Übungsleiter-) Fortbildung deklarieren könnten. Wenn Sie Fragen dazu haben,
sprechen Sie uns an …

(js, 09.02.05)

 

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Dopingfahnder enttarnen neues Designersteroid

In Folge des Skandals um das Designersteroid „THG“ (wir berichteten …) hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ein zweites nur zum Zwecke des Dopings entwickeltes Steroid entdeckt.
Kanadische Zöllner hatten bereits 2004 eine Postsendung beschlagnahmt, dessen Inhalt zunächst unklar blieb. Dopingfahnder konnten nun die Probe als ein bisher unbekanntes Anabolikum identifizieren, dem man die Bezeichnung Desoxymethyltestosteron („DMT“) gab. Die illegalen Labors, die laut Deutscher Ärztezeitung vor allem im US-Staat Kalifornien vermutet werden, scheinen einen sehr hohen Standard erreicht zu haben, da die Synthese der Substanz sehr kompliziert sei.
Die WADA reagierte und hat bereits jetzt ein Nachweisverfahren entwickeln lassen, obwohl sie davon ausgeht, dass die Substanz unter Sportlern noch nicht verwendet wird. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Annahme stimmt, da auch im Falle des „THG“ drei US-Sportler und ein britischer Sprinter gesperrt wurden. Weitere laufende Verfahren im „BALCO-Skandal“ dauern noch an.
Wieder einmal zeigt diese Art von Betrug, dass einigen Sportlern ihre Gesundheit nicht so wichtig ist wie der Erfolg. Auch bei DMT sind keine Nebenwirkungen und Schädigungen des Präparates bekannt. Eine Entwicklung, die diejenigen Sportler, die sich an das „Fair Play“ des Sports halten, betrügt und den Grundgedanken von Sport in Frage stellt.

(js, 08.02.05)

 

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Cannabis ist bei Jugendlichen Droge Nummer 1

Haschisch und Marihuana sind die Drogen Nummer eins unter deutschen Jugendlichen. 21 Prozent der 12- bis 19jährigen gaben in einer repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an, dass sie schon einmal Cannabis-Produkte konsumiert hätten.
Dieser Konsum ist darauf zurückzuführen, dass Cannabis mehr denn je den Ruf  hat, unbedenklich zu sein. Das ist FALSCH !! Diese illegale Droge zieht erhebliche gesundheitliche Risiken nach sich. Während vor 20 Jahren noch 66 Prozent der BZgA-Befragten die Einnahme von Drogen völlig ablehnten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 50 Prozent.
Auch aus sportlicher Sicht ist Cannabis relevant. Die Substanz steht auf der Dopingliste 2005. Unter dem Einfluss der Droge kommt es zu Fehleinschätzungen der Realität. Dies bedeutet ein Risiko auch für die anderen Sportler, z.B. in Zweikämpfen. Die Dauer der Nachweisbarkeit der Substanz im Urin ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Zur Zeit geht man von bis zu 6 Wochen aus.
Da Cannabis zumeist geraucht wird, besteht eine sehr große Gefahr, über den Passivkonsum „POSITIV“ zu werden. Leistungssportler sollten sich also nicht nur aus gesundheitlichen Gründen von dieser illegalen Droge fernhalten. Über diese Aspekte sind Sportler aufzuklären.

(js, 06.02.05)

 

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Fort- und Weiterbildung: Problemfeld Doping und Sport

Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung 2005 der Deutschen Sporthochschule Köln wird auch in diesem Jahr wieder ein Grundlagenkurs zum Thema Doping angeboten. Neben einer theoretischen Einführung wird auch das Dopinglabor vorgestellt. Die Teilnehmerzahl ist auf 12-20 begrenzt, die Termine sind der 7.April und der 15.September 2005, jeweils von 13 bis 18 Uhr. Weitere Informationen sind unter http://www.dshs-koeln.de/fuw/#Doping zu finden.

(js, 24.01.05)

 

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Sportmedizin in der DDR

In dem Beitrag „Entwicklung, Wirken und Ende des Sportmedizinischen Dienstes der ehemaligen DDR“ von K.-H. Arndt in der Zeitschrift „Sportmedizin“ findet sich auch ein Abschnitt, in dem über das sog. Staatsdoping berichtet wird.
Insgesamt eine interessante Lektüre zum Thema – auch aus der Sicht der Dopingprävention: Aus der Geschichte lernen heißt, heutige Dopingstrukturen eventuell früher zu erkennen.

(of, 20.01.2005)

 

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Ausbildung zum Sport-Mentaltrainer

Nach dem Motto „Die größten Ressourcen stecken im Kopf“ wird in Heidelberg zum Sport-Mentaltrainer ausgebildet. Die Heidelberger Akademie für Gesundheitsbildung übernimmt die Federführung der Ausbildung. Die Einführungsveranstaltung findet am 08.03.2005 um 19:30 Uhr in der vhs Heidelberg statt.
Die Ausbildung erstreckt sich über zwei verlängerte Wochenenden im April und Juni 2005. Kosten: 300 Euro je Wochenende.
Zielgruppe: Trainer aus dem Bereich Leistungssport, Sportlehrer, Fitness- und Wellnestrainer, darüber hinaus ist die Ausbildung für alle interessierten offen.

Auf der Grundlage des NLP erhalten die Teilnehmer Tools, um das Mentale Training (MT) in den drei großen Anwendungsfeldern im Sport umzusetzen:

  • MT zur Verbesserung von Technik und Taktik
  • MT zum Gelangen in einen state of excellence
  • MT zum Abbau von Wettkampfblockaden

Vermittelt werden u.a. folgende Inhalte:

  • Zielarbeit im Sport
  • Entspannung und Visualisierung als Voraussetzung für sportlichen Erfolg
  • Konzentration
  • sportliche Erfolgsstrategien
  • state of flow bewusst herbeiführen
  • Sport im state of excellence
  • Wettkampfblockaden erkennen und abbauen

Projektleiterin: Monika Becker-Pahic (Email: becker@hag-hd.de, Tel. 0 62 21/91 19 13)
Seminarort: Seminarhotel außerhalb Heidelbergs
Leitung: Wolfgang Amler, Dr. Patrick Bernatzky, Dr. Wolfgang Knörzer
Seminarzeiten: freitags 17:00 Uhr bis sonntags 13:00 Uhr
Termine: 01. – 03.04.2005 und 03. – 05.06.2005

(of, 19.01.2005)

 

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Internationales Expertengespräch DOPING-PRÄVENTION - Nachbericht

Vom 13.01. – 15.01.2005 trafen sich 80 Teilnehmer aus neun europäischen Ländern zum „Internationales Expertengespräch Doping-Prävention“ in Heidelberg.
24 hochkarätige Referenten gestalteten über drei Tage das Programm.
Medienträchtiges Highlight des ersten Veranstaltungstages war der Vortrag von Prof. Dr. Werner Franke (
Bericht auf www.faz.net). Er schilderte die Dopingstrukturen im Fall der Firma Balco (THG-Skandal, siehe unsere News vom 23.10.2003) in den USA, deren Leiter aktiv beim dopen von Top-Athleten mitgewirkt hat.

Außerdem waren aber aus Dopingpräventionssicht interessant:

  • Insgesamt wird von der Verhaltensprävention ein Stück Abstand genommen – die Verhältnisprävention rückte während der Tagung als bisher eher vernachlässigter Aspekt mehr in den Vordergrund. Herr Bette referierte über „Doping als Konstellationsprodukt“ (Sieg-Niederlage Codierung). Auch diese Darstellung entspricht dem Verhältnispräventionsansatz
    In der Kampagne „Falscher Einwurf!“ findet die Verhältnisprävention schon längst Berücksichtigung im
    4-Säulenmodell der Prävention nach OFFER.
    Im Begriff „Setting-Ansatz“ findet sich die Verhältnisprävention wieder.
  • Herr Singler erläuterte die „Treppe der Verführung“ zum Doping. Diese zeigt auf, dass „dopen“ ein Prozess ist.
  • Im Beitrag „Doping in offenen und geschlossenen Systemen“ fand der Aspekt Doping in der DDR seinen Stellenwert. Beeindruckend sind die Zusammenhänge der „Dopingverschwörung“ in der DDR. Ein Sportler, der aus dem System ausbrechen wollte, wurde als „Sportverräter“ tituliert.
  • Auch der Beitrag von Herrn Quarz „Schwarzmarkt und Mittelbeschaffung, Betrugsmöglichkeiten bei Kontrollen“ zeigte eindrucksvoll, dass mit Kontrollen nur die Spitze des Eisberges „Dopingvergehen“ aufgedeckt wird. Beim „Dopingnetzwerk“ handelt es sich um ein weltweites kriminelles Netzwerk, in dem zunehmend östliche Länder an Bedeutung gewinnen (z.B. Produktion von Präparaten).
  • Der zweite Tag der Veranstaltung stand ganz unter dem Zeichen der „Dopingprävention“ in Frankreich. Wobei die dortige Dopingprävention weitaus fortschrittlicher ist als die hiesige! Zum Beispiel:
    • Broschüren oder sog. „Präventionskoffer“
    • Aktionen z.B. Rollenspiele unter der Anleitung von professionellen Schauspielern
    • Hotline: Ärzte / Psychologen beantworteten von 1998 – 2003 ca. 80.000 Kontakte:
      • Ca. 1000 Anrufe / Monat
      • davon 56 % Anfragen von männlichen Personen
      • 82% Anfragen von erwachsene Personen
      • Anfragen kamen hauptsächlich aus / zu den Bereichen: Athletik, Kraftsport, Radsport
      • Anfragen kamen hauptsächlich zu den Themen: Kreatin, Cannabis, Anabolika -> damit liegen wir mit den Schwerpunkten im Handlungsfeld SPORTVEREIN genau richtig!
  • Das europäische Internetforum zum Thema Dopingprävention findet laut französischer Auskunft aus finanziellen Gründen keine Fortsetzung (www.cafdis.com).
  • Besonders hervorzuheben ist der Film „Entscheide selbst!“ von Dominik Knebel. Da die Medienwelt in Sachen „Dopingprävention“ recht mager ist, trifft dieser Film in eine bestehende Lücke. Der Film ist interaktiv angelegt: der Zuschauer kann an einer Stelle des Films entscheiden, wie der Film weitergeht.

Über allen Präventionsbemühungen stehen letztendlich die Fragen:

  • Wie muss der Sport gestaltet sein, damit ein Sportler nicht dopt?
  • Was braucht der Sportler, um ohne Doping Leistung zu erbringen?

Zum Abschluss wurde die sog. „Heidelberger Erklärung“ (Download, pdf-Dokument, 6 kB) verfasst.

(of, 17.01.2005)

 

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BALCO-Skandal zieht größere Kreise

Im Skandal um das kalifornische Doping-Labor BALCO hat der nordamerikanische Sportgerichtshof (CAS) mit einem harten Urteil ein Zeichen gesetzt. Das Gericht in Salvo (Utah) sperrte die 200-Meter-Hallen-Weltmeisterin von 2003, Michelle Collins (33), mit sofortiger Wirkung für acht Jahre. In diesem Zusammenhang ist sie die erste Sportlerin, die ohne positiven Dopingtest oder Geständnis verurteilt wurde. Durch Verhöre konnte jedoch zweifellos ermittelt werden, dass Collins Erythropoetin (EPO) und das Designersteroid Tetrahydrogestrinon (THG) eingenommen hatte.
Laut der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA habe Collins statt der sonst üblichen vier Jahre Sperre das doppelte Strafmaß erhalten, da sie über einen längeren Zeitraum gedopt habe. Zudem habe sie sich Tests entzogen. Sollte die Berufung abgewiesen werden, würde ihr auch der WM-Titel rückwirkend aberkannt werden.
In einer Umfrage unter den Usern der Internetseite www.leichtathletik.de sind in der Mehrzahl härtere Strafen gefordert worden. Fast die Hälfte der User ist für eine lebenslange Strafe (46,72 %), 28,47 % sprechen sich für eine vier- bis achtjährige Sperre aus. 23,36 % wünschen sich eine zwei- oder dreijährige Verbannung, lediglich 1,46 % empfinden eine Zwei-Jahres-Sperre für überzogen und plädieren für eine kürzere Dauer.
Sicherlich würden härtere Strafen eine abschreckende Wirkung unter den Sportlern erzielen. Eine Aufklärung nicht nur über die (Neben-)Wirkungen würde aber im Sinne der Prävention deutlichere Effekte erzielen.

(js, 06.01.05)

 

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Aus Platz 5 mach 1

Wieder einmal wurde der sportliche Wettkampf zur Farce.
Bei der Guatemala-Radrundfahrt Ende Oktober 2004 waren insgesamt 9 Fahrer gedopt (achtmal EPO-„positiv“, einmal Testosteron), darunter auch die vier Erstplatzierten. Nachdem der „Sieger“ Ajcu aus Guatemala, der Zweite Vasquez aus Venezuela, der Dritte Lopez aus Mexiko und der Vierte Munoz aus Kolumbien nachträglich disqualifiziert wurden, konnte jetzt der Fünfte (Vargas aus Costa Rica) zum Gewinner der Rundfahrt erklärt werden.
Sicherlich gehört diese Rundfahrt nicht zu den Großereignissen im Sportkalender und zeigt in der Siegerliste auch einen „regionalen“ Charakter. Das Problem Doping besteht aber eben nicht nur im Spitzensport, sondern zeigt seine Präsenz auch in der Breite. Es scheint so, als wüßten die Breitensportler nicht, dass auch sie den Doping-Richtlinien unterliegen und ebenso getestet werden könnten. Dies gilt auch für Seniorenveranstaltungen, lediglich fehlende Mittel lassen die Dichte der Tests auflockern. Diese Aspekte gepaart mit den Risiken der Einnahme von Dopingsubstanzen sind wichtige Inhalte der Präventionskampagne „Falscher Einwurf! – Gegen Doping und Medikamentenmissbrauch“, die 2005 wieder versuchen wird, in vielen Vorträgen Aufklärung vor Ort zu betreiben.

(js, 04.01.05)

 

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